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Die Jahre nach dem Krieg
Die Jahre nach dem Krieg
Schon 1946 ergriffen einige der alten Garde und aus dem Krieg zurückgekehrte
Kameraden die Initiative zur Wiederaufnahme des Fußballsports in unserem
Ort. Es waren damals Hermann Guhl, Fritz Guhl, Joseph Hausin, Walter Herzog, Albert
Herzog, Emil Issler, Albert Kneier , Artur Rübin und Ernst Wagner, die den
FC Grenzach zu neuem Leben erweckten.
Die Aufnahme des Spielbetriebes unter dem alten Namen FC Grenzach scheiterte
zuerst an den Bestimmungen der französischen Besatzungsmacht. Diese schrieb
vor, das sich alle sporttreibenden Vereine in einem Ort zu einem einzigen Verein
zusammenschließen müssten.
So waren wir gezwungen, als eine der Untergruppen der Sportgemeinde Grenzach
beizutreten. Da aber der Spielbetrieb überhaupt aufgenommen werden konnte,
war ein Verdienst von Walter Herzog. Er war es, der seinen Lastwagen für
alle
Fahrten zur Verfügung stellte. Er sorgte für Fußballschuhe,
Lebensmittel und alles, was man eben so brauchte.
Im Jahre 1953 wurde dann der Entschluss gefasst, aus der Sportgemeinde als
Untergruppe auszutreten, um die Tradition des alten FC Grenzach als selbständiger
Verein fortzusetzen.
Und nun zum Spielbetrieb selbst...
1949 errang die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der B-Klasse und damit den
Aufstieg in die A-Klasse, seinerzeit noch Bezirksliga genannt.
1957 brachte erneut Siegerfreuden, wurde doch in diesem Jahr der Aufstieg in
die 2. Amateurliga erreicht.
1964 wurde die erste Mannschaft Meister der 2. Amateurliga und stieg in die
1. Amateurliga auf.
Was in den fünf Jahren der Zugehörigkeit zu dieser Klasse geleistet
wurde, zeigt die nachstehende Tabelle:
Spieljahr |
Platz |
Punkte |
Tore |
Torschützen |
Tore |
1964 / 65 |
14 |
24 : 36 |
53 : 61 |
Ehrenfried Grether |
13 |
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Hansjörg Herzog |
9 |
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Eugen Müller |
9 |
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1965 / 66 |
8 |
30 : 34 |
51 : 47 |
Helmut Wetzel |
12 |
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Heinz Wetzel |
8 |
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1966 / 67 |
14 |
25 : 35 |
30 : 53 |
Heinz Wetzel |
18 |
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Helmut Wetzel |
5 |
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1967 / 68 |
10 |
28 : 32 |
47 : 62 |
Helmut Wetzel |
11 |
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Karlfrieder Gressel |
10 |
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1968 / 69 |
16 |
21 : 39 |
37 : 58 |
Bernhard Willin |
7 |
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Bogenschneider |
5 |
Wir erinnern uns noch gerne an die sehr schönen Spiele, welche unsere 1.
Mannschaft gegen namhafte Gegner wie Offenburg, Baden-Baden, Kuppenheim, Weil,
Lörrach, Rheinfelden oder Freiburg bestritten. Diese doch sehr schöne,
aber harte Zeit konnte nur durch eine gute Mannschaft und deren Geschlossenheit
und Ausdauer erreicht und erhalten werden.
Durch fehlende Spielerpersönlichkeiten im Jahre 1968 / 69 konnte die Mannschaft
nicht mehr an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen, was zur Folge
hatte, das der drohende Abstieg aus der 1. Amateurliga nicht mehr zu umgehen war.
Die 2. Amateurliga
Nun spielten wir wieder in der 2. Amateurliga, in der wir 1957 – 1964 so
gut mithalten konnten. Ein Abstieg bringt aber leider immer einen gewissen „Sog“
mit sich. Mehrere Spieler beendeten aus Altersgründen ihre sportliche Laufbahn
oder wurden von anderen Vereinen abgeworben. Die Einberufung zur Bundeswehr, der
Beginn vom Studium, Versetzungen und Verletzungen zwangen den
Spielausschuss und
die Trainer, die Mannschaft immer wieder neu aufzubauen. Hierzu kamen noch mehrere
Trainerwechsel mit vollkommen unterschiedlichen Trainings- und Spielmethoden.
Auch mehrfacher Wechsel in der Vorstandschaft und im Spielausschuss waren die
Folge, so das die Mannschaft eigentlich nie richtig Ruhe und Ordnung einkehren
konnte. So kam es, das im Spieljahr 1976 / 77 das Klassenziel nicht mehr erreicht
werden konnte und der Abstieg in die A-Klasse - heute Bezirksliga genannt - unvermeidbar
war.
1978 dann ein weiterer Tiefschlag, denn der erreichte 15. Tabellenplatz reichte
nicht zum Klassenerhalt und die Elf spielte fortan in der Kreisliga A.
In den Spieljahren 1980 / 81 und 1984 / 85 wurde der Vizemeistertitel errungen.
In den übrigen Jahren landete man jeweils auf guten Mittelplätzen.
Und dann endlich – 1986 – gelang unter dem langjährigen, bewährten
Trainer Norbert Marter der Wiederaufstieg. Kräftig geholfen haben seinerzeit
Co-Trainer und Spieler Manfred Krumm, sowie Betreuer Wilfried Meyer und die
Spielausschussmitglieder Gerd Grosse und Fritz Herzog.
Mit 40:12 Punkten und 69:31 Toren wurde der Meistertitel mit 3 Punkten Vorsprung
vor dem SV Karsau errungen. Erfolgreichster Torschütze war Ralf Wetzel
mit 21 Treffern, gefolgt von Wolfgang Eisner mit 18 und Oliver Emmert mit 9
Toren.
Wer erinnert sich nicht gerne an die Dorfrundfahrten mit offenen Cabrios, an den
Empfang von Mannschaft, Trainer und Vorstandschaft durch die Mitglieder und Freunden
des Vereins sowie den Musikverein auf dem Sportplatz Grienboden.
In den folgenden Jahren erreichte die Mannschaft Plätze zwischen 4 und
6. Ausnahmen war der enttäuschende Platz 12 im Spieljahr 1989 / 90. Erfreulich
der Vizemeistertitel in der Saison 1987 / 88.
Zu berichten ist noch, das der FC im Jahre 1979 im Bezirkspokalendspiel gegen
den TuS Binzen mit 1:3 verlor. Auch 1980 unterlag man mit 3:7 gegen den SV Schopfheim.
Dann aber der erste Erfolg in diesem Wettbewerb. 1989 wurde der SV Schopfheim
mit 3:1 n.V. besiegt.
Und dann - ausgerechnet ein Jahr vor dem 75 jährigen
Jubiläum des FC - der erneute Abstieg in die Kreisliga A. Am Bezirkstag
1991 beschlossen die Vereinsvertreter, das am Ende des Spieljahres 1991 / 92
fünf Mannschaften aus der Bezirksliga absteigen müssten. Am Ende der
Runde hatte die Mannschaft Platz 14 und 31: 37 Punkte erreicht, verfehlte dadurch
aber den Klassenerhalt um einen Punkt.