Die Jahre 1928-1940

Folge des Kriegs

Es konnten keine schriftlichen Aufzeichnungen mehr aufgefunden werden, da diese vermutlich während des Krieges und der anschließenden Besatzungszeit in Unkenntnis deren späterer Bedeutung vernichtet wurde. Aus dem Gedächtnis einiger Mitglieder der „alten Garde“ heraus haben wir diesen nachfolgenden Bericht erarbeitet, ohne das dieser Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und erheben kann.

Die ersten Spiele

Jugendleiter Ludwig Kohlmann stellte 1928 eine neue Schülermannschaft auf. Aus dieser wurde 1930 die damalige Juniorenmannschaft.
Die 1. Mannschaft konnte 1930 durch auswärtige Bauarbeiter verstärkt werden, welche vorübergehend beim Kanalisationsbau in der Gemeinde Grenzach Arbeit gefunden hatten. Nach Abschluss dieser Arbeiten kehrten diese Sportler wieder in ihre Heimat zurück, was zur Folge hatte, das die Spielerdecke für die 1. Mannschaft zu dünn wurde. Kurzerhand setzte man drei talentierte Jugendspieler ein. Aber vorher mussten diese drei – Albert Kneier, Ernst Wagner und Siegfried Grether – noch vom Wyhlener Arzt Dr. Engert auf Sporttauglichkeit untersucht werden.

Die „Handballabteilung"

Als 1933 der Arbeiter-Turn und Sportverein mit seiner Handballabteilung aufgelöst wurde, teilten sich ihre Mitglieder in den Turnverein und in den Fußballclub auf. Diese Handballer haben dann zeitweise unter dem Dach des FC Fußball und Handball gespielt und dazu noch Leichtathletik betrieben. Diese „Handball-Kicker“ waren für den Verein eine sehr willkommene Verstärkung.
Die Handballer lösten nun ihre Mannschaft auf und spielten fortan von 1935 bis 1940 nur noch Fußball. Die 1. Mannschaft spielte in der 1. Bezirksliga, der dritthöchsten Spielklasse, und konnten zwei Meisterschaften erreichen. Es musste in einer Saison gleich viermal nach Freiburg gefahren werden, was für jene Zeit mit größeren Schwierigkeiten verbunden war, nämlich zu den Freiburger Clubs Wiehre, Sportfreunde, Sportclub und Haslach.

Schwierigkeiten aufgrund der Wehrpflicht

Die Verantwortlichen hatten bei den Mannschaftsaufstellungen immer wieder Schwierigkeiten, da im Dritten Reich die Wehrpflicht eingeführt wurde und dadurch die Wehrpflichtigen zur Wehrmacht eingezogen wurden. Nicht selten war es, das ein Spieler am Samstag zu einem Kurzurlaub nach Hause kam und am Sonntag schon wieder für den FC auf dem Sportplatz stand. Damals waren der „Simmi“, der „Fritzli“, der „Albi“ und der „Enzeli“ (Emil Issler, Fritz Strittmatter, Albert Kneier und Ernst Wagner) nicht nur für die Jugend die Leistungsträger und die sportlichen Idole.

Und dann kam der Zweite Weltkrieg. Sehr bald kam der Spielbetrieb völlig zum Erliegen. Unser Sportplatz beim Pumpwerk wurde umgepflügt und in Schrebergärten verwandelt. Naturgemäß erlahmte mit dem Spielbetrieb auch das Vereinsleben.
Viele dieser Sportkameraden kehrten aus dem Krieg und aus der anschließenden Kriegsgefangenschaft nicht mehr zurück. Andere sind inzwischen verstorben. Wir trauern um sie!
www.fcgrenzach.de

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