Was war damals eigentlich - ein Jugendleiter? Er war das fünfte Rad am
Wagen. Alles drehte sich um die Erste, was sich bis heute im Grunde nicht geändert
hat. Bei der Generalversammlung wurde am Ende noch schnell gewählt. Man
hatte wieder einen Dummen gefunden. Ein paar „ältere Herren“
versprachen Hilfe und Betreuung, aber am Ende stand er alleine da. Er wird es
schon machen. Geld war ohnehin für die Jugend keines da. Trikots und Stutzen
hatte jeder Jugendspieler daheim. Sie wurden unterschiedlich gewaschen und sahen
auch danach aus, manche verblichen, andere verfärbt. Die Jüngeren
bekamen immer die abgetragenen von den Älteren. Fußballschuhe waren
teuer. Alte oder zu klein gewordene bettelte ich zusammen, hatte immer einen
Sack voll daheim. Irgendeinem passte immer ein Paar.
Nebenbei war er auch noch Trainer von einer, meistens aber von zwei Jugendmannschaften und betreute sie auch. Am Samstag mit der C oder mit der B, sonntags mit der A. Samstagvormittag war immer was los. Einer kam: „Ich kann nicht spielen, muss mit den Eltern mit“. Der andere: „Ich habe keine Schuhe“. Der nächste durfte nicht der schlechten Schulnoten wegen: also Ersatzspieler suchen! Die waren rar. Jonglieren war angesagt. Einer von der C, meistens der Beste, in die B. Wieder war die C geschwächt. In der A fehlte auch einer. Einer von der B musste am Samstag in der B und am Sonntag in der A spielen. Man konnte schon graue Haare bekommen. War das geschafft, war man noch lange nicht am Ziel. Nach Wyhlen und Herten kam man noch mit dem Fahrrad. Autos waren rar. Die Bahn nicht immer günstig. So waren wir einmal in Schwörstadt, zurück fuhr kein Zug mehr, erst ab Rheinfelden. Vorraus- blickend hatte ich die C allein mit einem Betreuer losgeschickt und war mit dem Motorrad hinterher gefahren. Was es heißt, eine ganze Jugendmannschaft mit dem Motor- rad, immer zu viert, zwei auf dem Sozius, einer auf dem Tank, von Schwörstadt nach Rheinfelden zu schaukeln, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Ein anderes Mal wollten wir nach Stetten mit dem Tram, Grenzkarte war obligatorisch. Wie immer: die Hälfte ohne Ausweis. Hin und zurück. Bei der Ausreise prüfte man nur meinen Ausweis und siehe da, er war abgelaufen. Da wollte der Zöllner auch die Jugendspieler kontrollieren, aber die hatten sich aus dem Staub gemacht.
Auch 1958/59 musste ich, trotz Betreuer ( sie leben heute gar nicht mehr )
alles selber machen. Mittwochs die C trainieren, samstags mit der C, sonntags
entwerde mit der A oder mit den Junioren – die wir damals erstmals hatten
– zum Spiel. Nebenbei, wenn noch Zeit übrig war, spielte ich auch
noch in der Reservemannschaft, vom Pflegen der Bälle, die kostbar waren,
gar nicht zu reden.
Über das Abschneiden unserer Jugendmannschaft schrieb die Presse: „Die besonderen Über- raschungen in sportlicher Hinsicht waren zweifellos die Jugendmannschaften des FC Grenzach und FV Lörrach. Weder die Gelbschwarzen noch die Rotschwarzen, die in letzter Minute für Meister Offenburg eingesprungen waren, hatten vor den großen Namen Respekt. Der FC Grenzach war am Samstag mit dem 1:0 gegen Wormatia Worms und 1:1 gegen Karlsruher FV ungeschlagen geblieben. Lörrach hatte der Spvgg Fürth ein 0:0 abgetrotzt und gegen den Karsruher FV mit 0:1 verloren. In den weiteren Spielen konnte Grenzach gegen Fürth mit 1:0, gegen den FC Basel auch mit 1:0 gewinnen. Gegen Pforzheim gab es für die Gelbschwarzen ein 0:0 und nur gegen Lörrach wurde mit 0:1 verloren. Lörrach gewann auch gegen Pforzheim mit 1:0. Gegen Basel und Worms spielten sie jeweils 0:0. Wenn der Nachwuchs des FC Grenzach dann als Gruppensieger im Endspiel der ausgezeichneten Elf von Duisburg 99 auch mit 0:5 ( 2:2 ) unterlag, so ist der zweite Platz doch ein ganz beachtlicher Erfolg. Der FV Lörrach schlug sich auch recht gut, mit einem vierten Platz unter den teilgenommenen vierzehn Mannschaften“.
Aus dieser Mannschaft waren Helmut Wetzel und Kurt Baur lange Zeit feste Größen
in der 1. Mannschaft des FC Grenzach. Auch mit den Junioren waren wir sehr erfolgreich.
Oft mussten wir die Besten für die Erste abstellen und verpassten so die
Meisterschaft.
Die nach mehreren vergeblichen Versuchen im Herbst 1957 erstmals gestartete
Verbandsrunde der Fußballjunioren am Oberrhein konnte planmäßig
beendet werden. Die Elf der Spvgg Brennet wurde Juniorenmeister. Der gute Verlauf
dieses ersten Versuches sollte den Verband und die Vereine ermutigen, auch in
der kommenden Verbandsrunde wieder eine Juniorenstaffel aufzustellen.
Spvgg Brennet 16 12 2 2 64:25 26: 6
FC Rheinfelden 16 12 1 3 72:26 25: 7
FC Grenzach 16 10 3 3 82:23 23: 9
TuS Stetten 16 7 4 5 45:45 18:14
SV Wyhlen 16 7 1 8 43:36 15:17
SV Laufenburg 16 6 3 7 40:47 15:17
FV Brombach 16 7 1 8 43:54 15:17
FC Nollingen 16 3 1 12 33:70 7:25
SV Todtnau 16 0 0 16 31:124 0:32
Im Spieljahr 1959 / 60 übernahm Walter Basler die Führung des FC Grenzach
anstelle des langjährigen Vorsitzenden Dr. Schulze, dem ich persönlich
viel zu verdanken hatte. Auch ich stellte mich als Jugendleiter wieder zur Verfügung.
Wir meldeten drei Jugendmannschaften, wobei sich die B-Jugend am besten schlug
und Vizemeister wurde. 1960 wurde uns ein Jugendspieler durch den Tod entrissen.
Silvester fuhr ich, wie immer mit der A-Jugend, zusammen mit meiner Frau und
meiner Tochter, auf meine Lieblingshütte, die Birgmatt im Elsaß.
Erst mit dem Tram bis St. Louis und dann mit dem Bus bis Ferrette. Die restlichen
5 km mussten wir dann mit Gepäck zu Fuß hinter uns bringen. Der Heimweg
gestaltete sich noch schwieriger. Es wurde ein 25 km Fußmarsch. Wir waren
froh, als wir die Burg Landskron, unweit von Basel, erreicht hatten und mit
der Kleinbahn in Basel und anschließend mit der Tram am Hörnli ankamen.
Die B-Jugend stieß auch bis ins Endspiel um Den Bezirkspokal vor. Gleichzeitig
hatte ich in dem B-Jugendspieler Ehrenfried Grehter einen Jugendlichen gefunden,
der mir bei der Jugendarbeit in allen Lagen behilflich war. Selbst in seinen
jungen Jahren pfiff er schon Spiele und betreute die C-Jugend, so dass unser
Vorsitzender, Walter Basler, sich in der Generalversammlung über ihn lobend
äußern konnte.
Nachdem die A-Jugend 1958 aus der Sonderstaffel abgestiegen war, konnten wir für 1960 / 61 wieder eine Mannschaft für diese Staffel melden. Obwohl die letztjährige B-Jugend körperlich noch etwas schwach war, konnte sie doch ihrem guten technischen Können auch da bestehen.
Die C-Jugend erreichte hinter VfR und FC Rheinfelden den dritten Platz. Weiter hatten wir in diesem Spieljahr keine Mannschaft gemeldet.
Da das Problem mit Betreuern und Begleitern sich sehr verbessert hatte, konnte
ich auch an anderen Aufgaben herangehen. Bei einer Jugendleiterschulung wurde
ich angeregt, selber einen Elternabend zu veranstalten. Gedacht, getan. Die
Einladung wurde natürlich von Hand geschrieben und viele, viele Proben
folgten, wieder kräftig unterstützt von meiner rechten Hand, Ehrenfried
Grether.
Beim FC Grenzach in guter Obhut
Grenzach. Kürzlich flatterte uns eine handgeschriebene Einladung ins
Haus, eine Einladung der Fußballjugend zu ihrem Elternabend. Es war klar,
dass man hingehen musste, zumal, da es in Grenzach die erste Veranstaltung dieser
Art war. Der Dreikönigsaal war bis auf den letzten Platz besetzt. In der
Nähe der Bühne ging es lebhaft zu. Die Buben waren aufgeregt, fiel
ihnen doch die Aufgabe zu, das Publikum für einige Stunden zu unterhalten.
Jugendleiter Walter Fricke, der bisher still seine Arbeit getan, entpuppte sich
als geschickter Regisseur. Zunächst wurden einige Übungen gezeigt,
welche die Jugend befähigen sollten, zu bestehen. Auch die Köpfe wurden
beschäftigt; ein Quizspiel, an dem Vertreter der Kleinen, der A-Jugend
und der Eltern beteiligt waren, bewies, dass sie auch in diesem Wettbewerb ihren
„Mann“ stellen. Als gar die weiteren Preise ebenfalls den Kleinen
zufielen, war die Freude groß.
Mit der A-Jugend führte Walter Fricke einen Zweiakter auf aus dem Reich
des Königs Fußball, der gleichsam als Parabeln den Eltern deutlich
machte, dass ihre Kinder beim FC Grenzach in guten Händen sind.
Kameradschaft ist beim FC Grenzach kein leeres Wort
Fußballerjugend beim frohen Spiel - Alte Herren in geselliger Runde
Es kann nicht schlecht um einen Verein bestellt sein, der über eine
starke Jugendgruppe verfügt. Wichtig ist dabei allerdings, dass sich dieser
Jugend jemand annimmt. Dieses Amt, dass bei Haupt-versammlungen der Vereine
meist Kopfzerbrechen macht, ist beim FC Grenzach, bei Jugendleiter Walter Fricke,
seit vielen Jahren in den besten Händen. Er verstand es auch mit seiner
Bubenschar, die ihrem Alter nach von der C- bis in die A-Jugend reichen, für
die Eltern im Gasthaus „Dreikönig“ einen schönen Elternabend
durchzuführen. Aber nicht nur die Eltern waren der Einladung gefolgt, sondern
auch die Spieler der ersten und Reservemannschaft, die man ja in späteren
Jahren einmal ablösen will. Und zur Freude der Jugend waren diese recht
zahlreich erschienen.
Für den Jugendleiter Walter Fricke war es wohl der schönste Dank,
dass recht zahlreich der Einladung Folge geleistet wurde. Unter den Gästen
befanden sich neben dem Vereinsvorstand auch Staffelleiter Kronbiegel aus Beuggen,
der gleichzeitig in Vertretung des erkrankten Bezirksjugend-leiters anwesend
war. Auch der für den Verein seit vielen Jahren tätige Verbandsschiedsrichter
Krammer konnte er unter den Gästen begrüßen, sowie Gemeinderat
Reinau als Abgeordneter der Gemeindeführung. Mit Liedern wurde der Abend
eröffnet, denen Vorführungen aus der Arbeit der Jugend folgten.
Das Programm, das sich auf der kleinen Bühne abwickelte, zeigte so richtig,
den Geist und die Kameradschaft, die unter der Fußballjugend herrschen.
Es präsentierten sich keine Musterknaben, aber eine prächtige Schar
junger Burschen, denen man es ansah, dass sie sich mit viel Eifer und Freude
der sportlichen Ertüchtigung widmen, was wohl ein wichtiger Faktor war.
Ihr Spiel war gleich-zeitig der Dank an ihren Jugendleiter, der sich viel Zeit
und Mühe nimmt, um aus ihnen tüchtige und brauchbare Menschen zu machen.
Treffend skizzierten die Jungens dabei die heutigen Probleme der Jugend mit
ihrem Theater „Eine Reise in König Fußballs Reich“. Vorsitzender
Baslers Worte brachten zum Schluß den Dank an Jugendleiter Fricke und
die Jugend für diesen schönen Abend zum Ausdruck. Er vergaß
aber auch nicht der Gattin des Jugendleiters zu danken, die so manche Stunden
und Sonntage auf ihren Mann verzichten muß. Er gab der Hoffnung Ausdruck,
dass auch ihr das Spiel der Jugend ein Beweis dafür gewesen sei, dass die
viele Abwesenheit ihres Mannes einer schönen und großen Aufgabe diene,
nämlich der Erziehung und Ertüchtigung unserer Jugend. Als kleine
Anerkennung überreichte er ihr, im Namen des Vereins, ein Geschenk.
Fußball im Jahre 1961
A-Jugend
Auf der Jugendleitertagung in Säckingen musste ich erfahren, dass wir aus der Sonderstaffel wieder rausgeflogen waren, als Vorletzter in der Tabelle, weil die Staffel auf 10 Mannschaften reduziert wurde. Gleichzeitig hatte ich aber eine Spielgemeinschaft mit dem SV Herten angemeldet. Mit Wyhlen wäre das damals nicht möglich gewesen.
1. Grenzach-Herten 14 13 0 1 99:18 26: 2
2. Spvgg Brennet 14 9 2 3 58:22 20: 8
3. FC Wehr 14 9 1 4 57:24 19: 9
4. SV Murg 14 6 3 5 40:46 15:13
5. SV Wyhlen 14 6 2 6 36:27 14:14
6. SV Wallbach 14 3 2 9 29:63 8:20
7. SV Schwörstadt 14 2 1 11 19:55 5:23
8. SV Minseln 14 1 1 12 8:77 3:25
Diese Mannschaft wurde Staffelsieger. Sie schoß in 14 Spielen 99 Tore. Davon erzielte Ehrenfried Grether allein über 40.
C-Jugend
Dazu wurde auch die C-Jugend Staffelsieger. Für mich Freude und Dank zugleich.
1. FC Grenzach 6 5 1 0 26: 4 11: 1
2. VfR Rheinfelden 6 3 1 2 11:10 7: 5
3. FC Rheinfelden 6 1 2 5 5:11 3: 9
4. SV Minseln 6 1 0 5 4:23 2:10
5. SV Karsau (a.K.) 11 9 0 2 53: 8 18: 4
6. SV Herten (a.K.) 11 7 0 4 32:22 14: 8
7. FC Rheinfelden II 6 0 0 6 1:50 0:12
Die Spieler der C-Jugend waren: H.Willin, Oertlin, W. Schieler, K.Richter,
P.Rothweiler, K.Voss, Kohles, P.Meier, D.Mutschler, W.Grether, Sprissler.
Grenzachs Nachwuchs Turniersieger 1962
Durch 2:0 Sieg gegen Weil im Endspiel beim Stettener Jubiläum
Interessante und kampfbetonte Spiele brachte das C-Jugendturnier beim TuS-Jubiläum auf dem Stettener Sportplatz. Den Turniersieg holte sich der Nachwuchs des FC Grenzach durch einen 2:0 Sieg im Endspiel gegen Weil. Den dritten Platz belegte die Mannschaft vom TuS Stetten, die über RW Lörrach knapp mit 1:0 die Oberhand behielt.
Obwohl ich für das Jahr 1962 / 63 wieder zum Jugendleiter gewählt
wurde, war ich doch traurig darüber, dass einige Jugendspieler nun als
Aktive übernommen wurden. Das waren Ehrenfried Grehter, Günther Hausin,
Bernhard Röhter, Hansgerd Eckert und Jürgen Issler.
Damit hatte ich auch keine komplette A-Jugend mehr und konnte nur eine B-Jugend
und eine C-Jugend zu den Verbandsspielen melden.
Als besondere Auszeichnung für die vergangene Saison bekamen wir noch eine
Belobigung für straffreies Verhalten.
Da auch die anderen Vereine Schwierigkeiten hatten mit Spielern der B-Jugend,
wurde die Meisterschaft mit nur fünf Vereinen in einer Doppelrunde ausgetragen.
Es reichte nur zum vorletzten Platz. Inzwischen hatte ich auch noch die Schiedsrichterprüfung
bestanden und war auch noch da tätig.
Hallen – Fußballturnier in Liestal ( Baselland )
Durch persönliche Verbindungen durften wir am Hallenfußballturnier der Region Nordwestschweiz teilnehmen. Es war ein Höhepunkt in der sonst fußballfreien Zeit.
Zwei Mannschaften der Grenzacher C-Jugend beteiligten sich an einem Turnier, durchgeführt von der schweizerischen FV-Region-Nordwestschweiz. Beide Mannschaften konnten sich in ihrer Gruppe qualifizieren für das Finalturnier am 20. März in der Militärturnhalle in Liestal.
Pfingstfahrt
Nun war es endlich soweit. Unsere bis ins kleinste geplante Pfingstfahrt konnte
beginnen. Nicht mit dem Zug, auch nicht mit keinem Bus, nein, am 1. Juni 1963
fuhren 15 Jungens mit ihren Fahrrädern Richtung Zürich. Der Zoll in
Waldshut nahm es sehr genau, trotzdem schmuggelten wir den Peter Meier mit durch,
weil er seinen Pass vergessen hatte. Unser erstes Ziel, den Zeltplatz bei Koblenz,
hatten wir bald erreicht. Bis die Zelte standen, hatte auch der Jugendleiter
die Suppe fertig. Am anderen Morgen radelten wir bis zum Flugplatz Kloten, wo
es viel zu bestaunen gab. Am Abend standen unsere Zelte dann am Greifensee.
Ausflug der Fußballjugend
Das es dem Grenzacher Fußballclub nicht an Nachwuchs mangelt, ist kein
Geheimnis. Es ist auch in Grenzach bekannt, dass der große Andrang fußballbegeisterter
Buben auf das Wirken von Jugend-leiter Fricke zurückzuführen ist,
der mit seiner jungen Schar oft in die Natur geht. Dieser Tage führte eine
Radtour der B-Jugend durch das Rheintal zuerst nach Koblenz und dann nach Kloten,
wo es auf dem Flugplatz viel zu sehen gab. Das Ziel der Jugendlichen war jedoch
der Greifensee. In Zürich-Affoltern trugen die Jungen gegen die dortige
Mannschaft ein Freundschaftsspiel aus, das 3:3 unent-schieden ausging.
Die Heimfahrt der Grenzacher ging auf schweizerischem Boden das Rheintal abwärts.
Wohlbehalten kehrte die muntere Schar mit ihrem Leiter Fricke wieder nach Grenzach
zurück. Für sie alle wird dieser schöne Ausflug noch lange in
Erinnerung bleiben.
Mit dem Nachwuchs unterwegs
In der kommenden Fußballsaison erwartet Jugendleiter W. Fricke vom FC
Grenzach eine weitere Aufgabe, nachdem Beschlossen wurde, neben den bisherigen
Jugendmannschaften eine Schüler-mannschaft aus den Jugendlichen der Jahrgänge
1952 bis 1954 aufzustellen.
Dem eigentlichen Spielbetrieb stellte Jugendleiter Fricke als Prüfung eine
Wanderung voraus, die sich über zwei Tage erstreckte. Von Grenzach ging
es zur St. Chrischona, über den Rührberg in den Degerfelder Wald.
Im Wald zwischen Degerfelden und Nollingen wurden beim Salzbrünnli die
Zelte aufgeschlagen. Am zweiten Tag wanderte man weiter bis Schweizer Rheinfelden
und von dort ging es mit der Bahn bis Pratteln, wo die junge Schar mit der Grenzacher
Fähre den Rhein hinunter das letzte Stück ihrer Wanderung beschloß.
Dass ich wieder die Jugend übernahm, nahm man als Selbstverständlichkeit hin. Ehrenfried Grether stand mir wieder zur Seite. Als Betreuer stellten sich Alfred Lettow und Paul Peisert zur Verfügung. Für das neue Spieljahr meldeten wir drei Mannschaften. Das erste Mal in der Vereinsgeschichte stellten wir eine D-Jugend. Davon erhoffte ich mir einen noch stärkeren Zustrom von Jugendspielern zum FC Grenzach.
Presse: Die Jugendarbeit unter Jugendleiter Fricke, der seit 1956 unermüdlich um den Nachwuchs kümmert, war recht erfreulich. Neben dem Spielbetrieb fand er für seine etwa 40 Buben auch noch die Zeit, seine Arbeit auf breiter Basis zu verwirklichen, So verwundert es nicht, dass die Buben an ihm und seinem Helfer Ehrenfried Grether hängen. Bürgermeister Bertsch belohnte diese aufopferungsvolle Jugendarbeit mit der Stiftung eines Balles und dankte Jugendleiter Fricke für seine Arbeit.
Ein Markstein in Grenzachs Sportleben
Nur kurz umrissen: Grundsteinlegung für das Sporthaus wurde gelegt. Es
wurde in kurzer Bauzeit hochgezogen. Die Fußballjugend umrahmte diesen
Akt mit dem Vortrag von Liedern und Gedichten.
Wie in jedem Jahr ging es an Silvester auf die Hütte ins Elsaß.
Familienabend
Presse: Nach dem Sieg im 13. Spiel voller Zuversicht / Grenzachs Fußballfamilie
freute sich /
Gelungene Jahresfeier
Dem Verein kann bestätigt werden, dass er mit eigenen Kräften ein ansprechendes Programm darbot, das von Gerd Krenz humorvoll kommentiert wurde. Vorsitzender Basler hieß Mitglieder und Gäste in der vollbesetzten Turnhalle willkommen. Allen, die krankheitshalber der Jugendfeier nicht beiwohnen konnten, wünschte er baldige Genesung. Seine besonderen Wünsche galten den Aktiven.
Vorsitzender Basler nahm die Jahresfeier auch zum Anlaß, um in aller Öffentlichkeit die nicht einfache Arbeit der Trainer zu würdigen und ihnen für ihre Mühen zu danken. Sein Dank galt auch der Gemeinde für das Verständnis in sportlichen Belangen. Er sprach die Hoffnung aus, dass die im Bau befindliche Sportanlage bald zur Verfügung stehen möge.
Nach Ehrungen des Vereins war anschließend die Bühne frei für die Akteure des Abends. Den ersten Teil bestritt die Jugend, angefangen mit den „Dreikäsehochs“ der D-Jugend bis zu den „angehenden Aktiven“ der A-Jugend. Die Darbietungen der großen und kleinen „Stars“ lösten viel Freude aus.
In dieses Programm passten die ausgezeichneten Vorträge eines verstärkten Doppelquartetts des Männerchors.
Die A-Jugend wurde Staffelmeister
1. FC Grenzach 16 14 0 2 83:18 28: 4
2. SV Karsau 16 14 0 2 76:20 28: 4
3. SV Schwörstadt 16 10 0 6 33:40 20:12
4. SV Murg 16 8 1 7 51:44 17:15
5. FC Rheinfelden 16 7 1 8 40:42 15:17
6. SV Minseln 16 7 1 8 40:51 15:17
7. SV Wyhlen 16 5 1 10 28:34 11:21
8. SV Weil 2 16 4 2 10 32:66 10:22
9. Spvgg Brennet 16 0 0 16 20:88 0:32
Auch die C-Jugend schlug sich gut und belegte den zweiten Tabellenplatz.
Unsere neuformierte D-Jugend belegte nur den letzten Platz.
Die A-Jugend des FC Grenzach, die im Heimspiel über Schopfheim nach einer knappen 1:0 Pausenführung noch klar mit 5:1 Sieger blieb, steuert mit engem Vorsprung die Meisterschaft an, zumal der Rangzweite Lörrach, der mit einem Spiel Rückstand lag.
Das erste Mal in der Vereinsgeschichte spielte nun eine Jugendmannschaft des FC Grenzach um die südbadische Meisterschaft.
1. FC Grenzach 20 15 3 2 72:32 33: 7
2. FV Lörrach 19 14 2 3 61:17 30: 8
3. FC Kandern 20 14 2 4 76:36 30:10
4. FC Friedlingen 20 11 2 7 50:33 24:16
5. SV Weil 19 10 2 7 62:51 22:16
6. TuS Stetten 19 8 3 8 55:64 19:19
7. SV Herten 18 6 2 10 46:57 14:22
8. SV Schopfheim 18 6 1 11 41:46 13:23
9. FC Säckingen 19 6 1 12 38:64 13:25
10. FC Zell 16 2 1 13 22:72 5:27
( Die Abschlusstabelle hatten wir nicht zur Verfügung)
Fußball im Jahre 1966/67Für das Spieljahr 1966/67 hatten wir wieder drei Mannschaften gemeldet. Die A-Jugend als Meister stieg in die neue Verbandsstaffel auf, mit Heinz Bastian als Betreuer, eine C-Jugend mit Betreuern Lettow und Peisert sowie eine D-Jugend mit Betreuer Klaus Voss.
10 Jahre Jugendleiter !
Walter Fricke hatte in diesem Jahr Jubiläum. Seit 10 Jahren war er nun mit der Jugend des FC Grenzach verbunden. Ermessen kann das kein Mensch, was es heißt, zehn Jahre Jugendleiter.
Die Jugend im Jubiläumsjahr 1968
Mein Nachfolger, Alfred Lettow, hat dann meine Jugendleiterzeit von 13 Jahren
noch um einige Jahre übertroffen. Aber als er mal in Not war und jemanden
brauchte für die Kleinsten, die E-Jugendlichen, die es inzwischen auch
gab, da war auch ich bereit, das Amt eines Trainers und Betreuers zu über-nehmen.
Diese Aufgabe habe ich dann mit Erfolg abgeschlossen, die E-Jugend wurde Meister.
Die Jugend der Spielgemeinschaft Grenzach – Wyhlen
Geschrieben von Willi Ficht
Nach dem Rücktritt unseres „Jugendleiterdenkmals“ Alfred Lettow gab es einen regen Wechsel an der Spitze der Jugendabteilung des 1.FC Grenzach.
Als sein Nachfolger Schutz nach nur einem halben Jahr Amtszeit die Segel strich, übernahm sein Stellvertreter Norbert Birras das Ruder der Jugendabteilung. Birras bemühte sich im Jahre 1989 schon um einen Zusammenschluss der Jugendabteilungen beider Vereine FC Grenzach und SV Wyhlen. Doch leider scheiterte man schon an der ersten gemeinsamen Sitzung. Trotz Werbung beider Fußballvereine mangelte es bald in allen Jugendmannschaften an Spielern, da der Fußball in der heutigen Zeit keinen so hohen Stellenwert mehr besitzt wie in der vergangenen Zeit. Das Freizeitangebot der heutigen Jugend ist viel breiter geworden.
Wenn man sich einmal unsere Jugendlichen betrachtet, sieht man verschiedene Trendrichtungen, denen sie angehören. Sie bilden verschiedene, manchmal auch rivalisierende Gruppen. Andersden-kende werden nicht oder nur schwer akzeptiert. Das macht es uns, den Trainern, schwer, ein Gefühl von mannschaftlicher Geschlossenheit zu verbreiten.
Im Frühjahr 1991 versuchte man den Zusammenschluss erneut, eine Fusion schien unumgänglich. Diesmal konnte man ein Konzept entwerfen, das beiden Vereinen angemessen erschien.
Man begann die Saison 1991/92 nun mit großer Euphorie als „SG Grenzach-Wyhlen“. Doch der erste Tiefschlag ließ nicht lange auf sich warten, denn im November 1991 legte Norbert Birras sein Amt als Jugendleiter nieder. Als sein damaliger Stellvertreter übernahm ich vorerst kommissarisch das Amt, in dem ich dann in der Generalversammlung bestätigt wurde. Nach anfänglichen Schwierigkeiten harmonierten die beiden Jugendabteilungen sehr gut miteinander. Erfolge stellten sich bereits in der ersten Saison ein, mit dem Aufstieg der C-Jugend in die Verbandsstaffel.
Auch die anderen Mannschaften behaupteten sich in der Bezirkliga sehr beachtlich. Doch im Vordergrund des ganzen Fußballgeschehens sollten es unser oberstes Gebot sein, den Jugendlichen den Spaß am Fußballspielen zu vermitteln sowie sie das soziale Verhalten in einer Mannschaft zu lehren, sprich: sich auch unterordnen zu können.
Natürlich bringt eine solche Institution wie die der Jugendabteilung auch sehr viel Arbeit mit sich. So werden Turniere außerhalb der Spielsaison ausgetragen und von uns selber organisiert. Das wiederum fordert die Eltern unserer Spieler. Sie und wir, die Leitung der SG, werden zu solchen Aktivitäten eingespannt. Dies steht immer noch auf einer ehrenamtlichen Basis. Eine gute Kooperation zwischen Eltern und uns ist das oberste Gebot bei solchen Veranstaltungen. Auch während der Punkterunde sind wir auf die Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen. Die Mannschaften, die zu Auswärtsspielen antreten müssen, werden von den Eltern, die dazu Fahrgemeinschaften gründen, zu den Spielorten gefahren. Da geht schon so mancher Feierabend oder manches Wochenende einfach drauf. Und es ist bei dieser permanenten Überforderung, in der wir uns eigentlich alle befinden, nicht gerade selbstverständlich seine freie Zeit zu „opfern“.
Nun noch ein heikles Thema: Das leidige Geld, ohne das kein Verein existieren
kann. Da unsere beiden Vereine finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet sind,
sind wir ganz besonders auf Spenden unserer Sponsoren und Gönnern angewiesen.
Ohne sie würde die SG nicht existieren können.
Der Bruch von der SG und die weiteren Jahre kommen später!