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Die Anfänge ab 1918
Lang, lang ist´ s her ...
Im Frühjahr 1918 wurde am Ruschbach von fünf Fussball-begeisterten (
es soll sich dabei um Wilhelm Egger, Karl Gschwind, Franz Deschler, Eugen Neuschütz
und Lucien Lambelet gehandelt haben ) der Gedanke zur Gründung eines Fussballclubs
aufgenommen. Sie gingen in der Folge daran, gleichgesinnte Kameraden zu finden,
so das in kurzer Zeit in der damals üblichen Art und Weise, frei von allen
Förmlichkeiten, der FC Grenzach ins Leben gerufen wurde. Den ersten Ball
besorgte Eugen Neuschütz vom FC Nordstern Basel, für den er damals 2 Franken
bezahlen musste. Mit dieser etwas mehr oder weniger runden Kugel wurde dann auf
der „Matten“ hinter der alten Post und auf „Tscheulins Wiese“ mehr gekickt als
ernsthaft trainiert.
Die ersten Spiele
Von diesem noch etwas losem „Club“ wurde als erster Gegner der FC Südstern
Säckingen zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Ohne lange zu fragen,
wurde die Durchführung dieses ersten Treffens gar nicht zur Freude des Mattenbesitzers
Walter Örtlin auf seiner Wiese ausersehen.0:10 ging dieses Spiel aus. Während
Säckingen in einer normalen Sportkleidung antraten, sahen die Grenzacher
eher wie Seeräuber aus. Jeder zog gerade das an, was er in diesen schweren
Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gerade besass. Abgeschnittene Hosen, mehr oder
weniger weisse Unterleibchen als Trikot, Socken und Schuhe aller Art.
Schon drei Wochen später fand das Rückspiel in Säckingen mit dem ersten einheitlichen
Sportdress (gelbschwarz gestreifte Leibchen, schwarze Hosen) statt. Dieses Spiel
wurde dann nur noch mit 4:1 verloren. Das erste für Grenzach erzielte Tor war
ein prächtiges Kopfballtor von Eugen Burger, dem Sohn des Schweizer Zolleinnehmers
vom Horn.
Statuten nach 50 Mitglieder
Rasch begann der Verein in seiner spielerischen Tätigkeit am Hochrhein an
Bedeutung zuzunehmen. Als die Vereinsmitglieder sich darüber klar wurden, das
in Verwaltung und Aufbau eune gewisse Ordnung durchgreifen musste, wurde in einer
Sitzung in der „Villa“, der heutigen Bahnhof – Wirtschaft, im Dezember 1918 der
bereits Mitte des Jahres erfolgte Zusammenschluss durch eine ordnungsgemässe Gründungsversammlung
bestätigt. Nun ging man daran, auch Statuten zzu schaffen, die dann in der Mitgliederversammlung
vom 6. April 1919 angenommen wurden und mit dem gleichen Tag in Kraft getreten
sind.
In der Klasse mit Rheinfelden, Säckingen, Waldshut, Schopfheim, Tiegen und
Zell lag die damalige 1. Mannschaft immer in der oberen Tabellenhaälfte.
Dann kamen die Inflatiosjahre 1922/1923. Hieran erinnerte sich unser Ehrenmitglied
Hermann Guhl aus Berlin sehr gut. Er schrieb uns darüber vor 36 Jahren folgendes:
„Während der Inflatioinszeit hatten wir ca. 50 Mitglieder aus Basel,
davon 10 – 15 aktive. Für den Grenzübertritt benötigten die
Schweizer eine Grenzkarte. Diese bekamen sie, wenn sie u.a. Mitglied eines Sportvereins
waren. In dieser Zeit war es für die Schweizer günstig, da sie praktisch
fast umsonst hier mit ihren Franken leben konnten. So kostete z.B. eine Fahrt
nach Berlin und zurück 10 SchweizerFranken.“.
Dann kam das Ende der zwanziger Jahre. Eine noch nie erlebte Arbeitslosikeit
erschütterte ganz Europa. Doch unentwegt lief das Geschehen im Verein weiter
und im Fussballspiel konnte man für kurze Zeit das Elend vergessen.
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